Marketingmitteilung

Sichtbarer Renditeanstieg an den Rentenmärkten - Wie sollen sich Anleger in diesem Marktumfeld positionieren?

Aktienanleger haben derzeit Grund zur Freude:
Nahezu alle europäischen Börsen tendieren in diesem Jahr zu zweistelligen Renditen, der deutsche Leitindex DAX legte seit Jahresanfang um gut 15 % zu und erreichte im Sommer mit knapp über 16.000 Punkten ein neues Allzeithoch. 

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Nun stellen sich Investoren natürlich die Frage, wie es weitergeht an den Börsen und welche Risiken eventuell auf der Lauer liegen. Jenseits aller Sterndeuterei haben wir hierzu den Kapitalmarktexperten der Oldenburgische Landesbank OLB, Christoph Pospich, befragt.

Herr Pospich, welches sind für Sie die zentralen Themen für Anleger?

Zunächst einmal ist und bleibt es wichtig für Anleger am Aktienmarkt neben der empfohlenen Diversifikation nicht zu kurzfristig zu denken. Ein Anlagehorizont von 5 Jahren und größer sollten die Investoren schon mitbringen, um Schwankungen besser aushalten zu können. Dennoch gibt es Themen die maßgeblich sein werden für den weiteren Verlauf der Börse. Zu nennen ist allen voran die Notenbankpolitik der Amerikaner und der Europäer. Im engen Kontext dazu steht die Entwicklung der Inflation, die maßgeblich von den Notenbanken durch ihre Zinspolitik mit beeinflusst wird. Aber auch die Fortentwicklung der Corona-Pandemie und der Strukturwandel hin zur „Nachhaltigen Geldanlage“ bleiben spannende Themen für die Zukunft.

Dann lassen Sie uns doch zuerst einen Blick auf die Notenbankpolitik werfen.

Die amerikanische Federal Reserve (FED) sowie die europäische Zentralbank (EZB) bereiten den Kapitalmarkt sehr behutsam auf mögliche Zinsanhebungen vor. Diese Vorgehensweise ist auch sehr wichtig, da ein plötzlicher Liquiditätsentzug und womöglich verbunden mit sprunghaft ansteigenden Zinsen kontraproduktiv für die Börsen wäre. Insofern ist diese Handhabung richtig. Denn für den Aktienmarkt sind nicht höhere Zinsen das Problem, sondern die Auswirkung von überstürzten und plötzlichen Kurswechseln. Denn die Unsicherheit ist es, die die Börsen nicht mögen.

Welche Rolle spielt die Inflation in diesem Kontext?

Das ist eines der meist diskutiertesten Themen in der Finanzbranche. Im Moment sehen wir in Amerika, Europa und insbesondere auch in Deutschland relativ hohe Inflationszahlen, was eine logische Folge aus der Pandemiezeit ist. Wir befinden uns im konjunkturellen Aufschwung der von vielen Nachholeffekten geprägt ist, die in der Pandemiezeit zwangsläufig liegen geblieben sind. Diesbezüglich beschwichtigen die Notenbanken richtigerweise, dass es sich voraussichtlich um einen temporären Effekt handelt. Allerdings muss die Inflation eng beobachtet werden, da diese eine entscheidende Größe in der Zinsentwicklung ist.

Inwiefern?

Das Ziel der EZB ist es, die Inflation nahe an 2% zu bekommen. In Amerika spielen zudem das Wirtschaftswachstum und der Arbeitsmarkt eine große Rolle. Da sind wir mittlerweile etwas drüber, weswegen sich darauf verständigt wurde, temporär auch höhere Inflationszahlen zu tolerieren. Bleibt die Inflation dennoch zu lange zu hoch, könnten sich die Notenbanken gezwungen fühlen die Zinsen zu schnell ansteigen zu lassen, was die Unsicherheit an den Märkten befeuern würde.

Warum sollten sich Anleger in dieser Phase für Aktienfonds entscheiden?

Weil Aktien nicht zu teuer sind. Die deutschen Aktien handeln in etwa mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 im langjährigen Durchschnitt. Der Blick auf die letzten Berichterstattungen zeigt uns zudem, dass die Unternehmen das Geld auch verdienen und somit die Bewertungen rechtfertigen. 

Zurückliegende Wert-, Preis- oder Kursentwicklungen können für die zukünftige Entwicklung nicht gewährleistet werden. Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.
In Amerika ist der Markt zwar teurer, die Unternehmen zeigen aber ein ähnliches Bild. Zudem kommt es nun auf die richtige Titelselektion an, da sich in Zeiten ansteigender Inflation in Verbindung mit ansteigenden Zinsen die Spreu vom Weizen trennt. Fondsmanager mit einem aktiven Ansatz sind in dieser Marktphase zu bevorzugen. Die Expertise und Erfahrung kann sich hier auszahlen. Von den vermeintlich hohen Einstiegskursen sollten sich Investoren indes nicht verunsichern lassen.


Wie sieht es denn bei den Renten aus?

Renten sind grundsätzlich im Vergleich zu Aktien eine sicherere Anlage, die nicht so sehr schwankt. Insofern sollten Anleihen als Basisinvestment allokiert werden. Vor dem Hintergrund des möglichen Zinsanstiegs sind hier „umtriebige“, d.h. „aktiv gemanagte“ Anlagestrategien (Fonds oder Vermögensverwaltungen) gefragt. Hinweis: Nicht jeder „aktive Fonds“ wird auch „aktiv“ gemanagt! Der Rentenmarkt sollte daher auch in der aktuellen Marktphase nicht vernachlässigt werden, auch wenn die Zinserhöhungsrisiken durch die hohen Inflationsraten zugenommen haben. 

Wie sollte sich ein Anleger positionieren?

Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass der beste Schutz vor steigenden Zinsen und höheren Inflationsraten reale Werte sind. Viele Aktien haben einen eingebauten Quasi-Inflationsschutz, da die marktstarken Unternehmen zunächst die Preise an den Kunden weitergeben können und somit nicht nur ihren Umsatz, sondern auch ihren Gewinn steigern. Auch die Immobilienpreise ziehen gewöhnlich mit steigender Teuerung an, weswegen diese in einem diversifizierten Portfolio nicht fehlen sollten. Aber auch Goldinvestments sollten Berücksichtigung finden. Zum einen als Absicherung gegen eine stark steigende Inflation, zum anderen befinden wir uns in einer Phase real negativer Zinsen („Minuszinsen“). Diese Phase wird zumindest in Europa wahrscheinlich auch noch einige Zeit andauern, weswegen es auf der sicheren Zinsseite wenig Alternativen gibt. Solange dies der Fall ist bleibt auch Gold ein Baustein in einer strukturierten Geldanlage. 

Christoph Pospich, CEFA, CIIA
Kapitalmarktspezialist bei der Oldenburgische Landesbank

Bitte beachten Sie: Jede Geldanlage in Investmentprodukte birgt neben Chancen auch Risiken, die zu Verlusten führen können. Dazu gehören z.B. allgemeine Marktrisiken, Zinsänderungsrisiken, Risiken durch höhere Wertschwankungen, Risiken aus Derivateeinsatz und Risiken durch die Kreditwürdigkeit der Unternehmen.

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Auf Aktualität geprüft: 10.11.2021  

 

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